Besichtigung Brauerei Uerige

Neben unseren Vorträgen, finden immer mal wieder Besichtigungen statt. Gestern haben wir die Brauerei Uerige in der unserer herrlichen Altstadt besucht.

Nach einem ersten Alt, haben wir uns dann in die Brauerei begeben. Wir wurden vom Braumeister geführt, der uns sehr anschaulich den Produktionsprozess des Altbieres schilderte.

Der Gärprozess findet bei einer höheren Temperatur statt als bei einem untergärigen Bier. Das war vorteilhaft, da seinerzeit keine technische Kühlung existierte. Nachdem Carl von Linde 1873 die moderne Kältemaschine entwickelt hatte, verbreitete sich die untergärige Brauweise, z. B. Pils, da keine Eiskeller mehr benötigt wurden, um die notwendigen niedrigen Temperaturen während des Brauprozesses zu erhalten. In den meisten Wirtschaften gab es seinerzeit beide Biere im Ausschank, das „neue“ und das „alte“ Bier. Die dunkle Farbe rührt von einem höheren Anteil Darrmalz her (es gibt Malz in allen Helligkeitsstufen von „Pilsner Malz“ (hell) bis „Farbmalz“ (sehr dunkel)), bei dessen Herstellung durch Röstung Farbstoffe entstehen.

In Düsseldorf selbst brauen noch die Hausbrauereien Füchschen, Schumacher, Schlüssel und Uerige. Seit Herbst 2010 wird in der Altstadt in der Brauerei Kürzer (ehemals Quetsche) „Kürzer Alt“ gebraut. Seit 2011 braut die Hausbrauerei Alter Bahnhof im Stadtteil Oberkassel zusätzlich die Sorte „Gulasch Alt“.

Die Brauerei Uerige stellt heute sogar einen Whiskey her, allerdings auch nur in geringen Mengen.

Nach der Besichtigung konnten wir in den Genuß des tollen Haxenessen kommen. Eine tolle Besichtigung mit toller Stimmung!