Besuch der Ausstellung „Andreas Achenbach. Revolutionär und Malerfürst“

Gestern haben wir die Ausstellung im Museum Kunstpalast besucht. Eine Führung hat uns durch die Ausstellung geleitet, die sehr interessante Dinge für uns ergeben hat.

Andreas Achenbach (* 29. September 1815 in Kassel; † 1. April 1910 in Düsseldorf) war ein deutscher Landschaftsmaler der Romantik. Er wird der Düsseldorfer Malerschule zugerechnet.

Thema seiner Landschaftsmalereien waren vor allem Seestücke. Sein Bruder Oswald Achenbach dagegen konzentrierte sich auf die Darstellung der Landschaft Italiens. Die beiden Brüder wurden deshalb auch scherzhaft als das „A und O der Landschaftsmalerei“ bezeichnet.

Andreas Achenbach erhielt schon als Kind Zeichenunterricht und begann seine Kunstausbildung 1827, also mit zwölf Jahren, an der Kunstakademie Düsseldorf bei Wilhelm von Schadow, Heinrich Christoph Kolbe und Carl Friedrich Schäffer. Auf einer Ausstellung des „Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen“, den Schadow 1829 mitbegründet hatte, erzielte der erst vierzehnjährige Achenbach seinen ersten größeren Erfolg, als er nicht nur zu den ausstellenden Malern gehörte, sondern auch eines seiner Gemälde verkauft wurde. Dem ersten Verkaufserfolg schlossen sich sehr schnell weitere an. In Die alte Akademie in Düsseldorf wählte Achenbach den Ausblick von einem Fenster der Wohnung seiner Eltern im Haus Burgplatz 152. Die Wahl dieses nüchternen Sujets betont die Eigenständigkeit des Künstlers, denn die Schilderung der „Wirklichkeit“ galt in der Akademie als unkünstlerisch. Nur eine gefestigte Künstlerpersönlichkeit konnte es wagen, ein „bildunwürdiges“ Thema zum Gegenstand eines Gemäldes zu machen.

1832 und 1833 unternahm er mit seinem Vater eine ausgedehnte Studienreise unter anderem nach Rotterdam, Scheveningen, Amsterdam und Riga. Die Reise bot ihm die Gelegenheit, sich intensiver mit der holländischen und flämischen Landschaftsmalerei auseinanderzusetzen. Prägend für ihn waren vor allem die Gemälde von Jacob Isaacksz. van Ruisdael und Allart van Everdingen. Vom Zeitpunkt dieser Reise an dominierten vor allem Seestücke sein Werk, bei denen er sich künstlerisch mit dem Erlebnis des Meeres und der Küste auseinandersetzte.

Zu seinen späteren Lehrern zählte außerdem auch Johann Wilhelm Schirmer. Achenbachs frühes Werk war vom Pseudo-Idealismus der deutschen Romantiker geprägt, doch nach seinem erneuten Umzug nach München 1835 gab Louis Gurlitt dem jungen Talent eine entscheidende Wende, und Achenbach wurde zum Gründer des deutschen Realismus. Anlass zu dem Weggang von der Kunstakademie Düsseldorf waren die dort zunehmenden Auseinandersetzungen innerhalb dieser Akademie über die künstlerische Ausbildung. 1885 wurde Andreas Achenbach Ehrenbürger von Düsseldorf. Außerdem wurde er bereits am 24. Januar 1881 in den preußischen Orden Pour le Merite für Wissenschaft und Künste aufgenommen.

Er gehörte zur bevorzugten Auswahl zeitgenössischer Künstler, die das „Komité zur Beschaffung und Bewertung von Stollwerckbildern“ dem Kölner Schokoladenproduzent Ludwig Stollwerck zur Beauftragung für Entwürfe vorschlug.

Interessant an den gesamten Werken von Achenbach ist es vor allem, dass es eine Bandbreite von realistischer Seemalerei bis hin zu Karrikaturen (fast wie von Honoré Daumier) gibt.

Nach dieser aüßerst interessanten Ausstellung, haben wir uns alle zu einem gemeinsamen Abendessen zusammengesetzt.