Herrentour 2017

Unsere traditionelle Herrentour stand an. Diesmal ging es mal wieder in Richtung Niedersachsen.

Am Freitag haben wir die Farmington Automotive GmbH in Georgsmarienhütte besichtigt. Es handelt sich hierbei um ein Unternehmen, welches Serienautomobile mit einem individuellen Ausbau versehen kann. Hierbei kann es sich um Luxusinterieur, Multimedialösungen oder sogar Panzerungen und andere Sicherheitslösungen handeln. Wir haben uns speziell den Bereich der Sicherheitsfahrzeuge angeschaut. Eindrucksvoll konnten wir die verschiedenen Ausbaustufen eines Toyota Land Cruisers besichtigen – vom Ausbau aller Innenteile bis hin zum fertig gepanzerten Fahrzeug.

Abends haben wir ein leckeres Menü im Romantik Hotel Walhalla eingenommen und den Abend anschließend an der Bar ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen stand der nächste Programmpunkt an. Wir haben das Gelände der Varusschlacht im Osnbrücker Land besucht. Seit 2018 gibt es hier das Musuem und den Park Kalkriese.

Wir wurden über das Gelände geführt und haben interessnte Details über die Schlacht erfahren. 9 n. Chr. ereignete sich in Germanien eine militärische Tragödie. Drei römische Legionen, angeführt von Publius Quintilius Varus, gerieten  in einen Hinterhalt. Die Schlacht dauerte, den antiken Überlieferungen zufolge, einige Tage und erstreckte sich über mehrere Orte. Viele Legionäre fielen, einige wurden gefangen genommen,  wenige entkamen. Publius Quintilius Varus nahm sich das Leben.

Die genauen Hintergründe dieses Ereignisses sind auch heute noch umstritten. Die historischen Quellen liefern detailreiche, allerdings recht widersprüchliche Angaben, doch zusammen mit den wachsenden archäologischen Erkenntnissen, ist es heute möglich, ein überraschend genaues Bild der römischen Machtpolitik in Germanien, der Region zwischen Rhein, Main und Donau, zu zeichnen:  Ab 12 v. Chr. waren die Römer in Germanien präsent und entlang der Lippe entstanden im Laufe der Jahre große und repräsentative Stützpunkte. Im hessischen Waldgirmes wurde ab 3 v. Chr. der Bau einer römischen Stadt in Angriff genommen.

Um 7 n. Chr. betrachtete man die Eroberung Germaniens als beendet und setzte, wie in jeder römischen Provinz üblich,  einen Statthalter ein: Publius Quintilius Varus. Der 54-jährige Varus war ein enger Vertrauter des Kaisers und hatte als Statthalter der Provinz Africa,  später Syriens bewiesen, dass er nicht nur ein versierter Diplomat und Stratege war, sondern auch hart durchgreifen konnte.

In Germanien traf Varus wahrscheinlich auf den Cherusker Arminius. Zu diesem ist nur wenig bekannt. Wohl um 19 v. Chr. als Sohn des Cheruskerfürsten Segimer geboren, deutet manches daraufhin, dass er seine Jugend in Rom verlebte, dort eine militärische Ausbildung erhielt und an den Feldzügen in Pannonien teilnahm  – sicher ist das alles nicht. Fakt ist allerdings, dass Arminius 4 n. Chr. römisches Bürgerrecht und die Ritterwürde erhielt, eine cheruskische Hilfstruppe anführte und an einem römischen Feldzug teilnahm.  Wann er nach Germanien zurück kehrte ist unbekannt. Doch dort gelang es ihm rasch, Varus‘ Vertrauen zu gewinnen, um ihn in einen Hinterhalt zu locken. (Quelle: www.kalkriese-varusschlacht.de)

Nach dem Rundgang ging es wieder zurück in die Heimat. Wieder einmal eine gelungene Herrentour.